Archiv für den Monat: März 2014

Gut Ding will Weile haben…

Die Gestaltung unseres Gartens haben wir inzwischen auf das nächste Jahr verschoben. Die Kosten durch eine Fachfirma belaufen sich auf eine fünfstellige Summe. Das können wir momentan nicht aufbringen; die letzten Handwerkerrechnungen haben ein großes Loch in unseren Geldbeutel gefressen. Aber so können wir die Kosten im nächsten Jahr einfacher von der Steuer absetzen, da es dann ein Garten an einem bereits bewohnten Haus ist.

Welche Schäden oder Mängel warten noch auf Behebung?

Versicherungsschaden durch Umzugsfirma

  • Glasplatte des Schreibtisches zerstört, wir warten bereits über einen Monat auf ein Angebot für die Versicherung. Ich werde nun einen anderen Glaser anfragen.
  • Behoben wurde bisher einzig der Fliesenschaden. Wir warten noch auf die Behebung durch unseren Maler (hat offensichtlich zurzeit volles Auftragsbuch) und Treppenbauer (wer weiß?)

Hausmängel

  • Der Duschablauf funktioniert nicht richtig. Das Wedi-Element weist nicht genug Neigung auf, bzw. die verlegten Steinplatten werden bald durch unseren Fliesenleger abgeschliffen, damit das Wasser auch komplett den Weg zur Rinne findet. Wie so oft heißt es hier „Alle haben es richtig gemacht, und doch funktioniert es nicht richtig.“
  • Die durch die während der Bautrocknung durch Feuchtebildung beschädigte Bodeneinschubtreppenklappe soll getauscht werden. Auch dies ist wohl keine einfache Sache. Der Trockenbauer möchte das nicht und versucht, ob man dies nicht ohne Austausch instandsetzen könnte. Die Position von eco-Haus ist hierbei uneindeutig. Den Bauleiter haben wir noch mal erinnert, wir warten…
  • Seit ein paar Tagen läuft die Fußbodenheizung im Wohnzimmer und Küche nicht mehr. Rufe morgen Sanitärinstallateur an.
  • Wie ein Bekannter mitteilte, fehlt in unserem Stromsicherungskasten eine elementare Kunststoffabdeckung mit Verplombung am Stromeingang. Der Kontakt mit dieser Stelle führe zum sofortigem Tod. Nun ist mir noch nicht klar, ob hier EON oder Hausbaufirma/Elektriker die Ansprechpartner sind. Ich werde aber wohl erst einmal ECO-Haus anfragen.

Telefon/DSL

Des Weiteren haben wir nun eine Telefonanschlussdose im Haus, und der Anschluss wurde auch vor dem Haus an der Straße angeschlossen. Außerdem wurde die Hauptstraße auf 400m Länge aufgerissen und ein neues Kabel gezogen. Somit wäre wieder die Telekom am Zuge, die sich aber wie gewöhnlich nicht meldet. Immerhin haben wir einen technischen Ansprechpartner bei der Telekom, den wir regelmäßig auf Handy nerven können. Und die Grundgebühr wird auch weiter fleißig abgezogen, was aber eines Tages gutgeschrieben werden soll (Vertrauen!).

Zaun

Morgen wird von einer Brieselanger Metallbaufirma unser Zaun zum Wald gebaut. Ein Tor ist auch enthalten für unseren privaten Waldzugang.

Ansonsten: Unser Müll wird regelmäßig abgeholt, an das System muss man sich als Stadtmensch und vormals Mieter erst einmal gewöhnen; wir haben uns die Tage der Abholung der verschiedenen Tonnen oder Säcke im Kalender markiert. Papier wird nur einmal im Monat abgeholt, und Restmüll sowie Gelber Sack alle zwei Wochen, was aber auch völlig genügt. Wir müssen nur immer daran denken, abends die Mülltonnen nach vorne zur Hauptstraße zu stellen.

Mittlerweile fahre ich durch die gute Bahnanbindung nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit, für April habe ich mir sogar eine Umweltkarte geholt. Eine Stunde benötigt man so oder so bis Berlin-Neukölln. Aber für mich als jahrelangen Autofahrer ist es nun mal an der Zeit und auch ein Genuss, den Auto- und Staustress loszuwerden. Sicher, die Bahn kann auch manchmal Stress bedeuten, aber die Regionalbahn ist etwas angenehmer als U- oder S-Bahn.

Küchen-Arbeitsplatte fachgerecht zerteilt

Für unsere Küche haben wir uns eine hübsche dunkelblaue Arbeitsplatte aus glitzerndem Quarzstein ausgesucht. Die Anlieferung und Montage der Arbeitsplatte war übrigens bereits am 06. März 2014! Da das Material das letzte verfügbare in Europa war, mussten wir uns beim Kauf (06.09.2012!) relativ rasch entscheiden, um dieses für uns zu sichern. Nach Montage der Küche musste zunächst ein Aufmaß für diese Arbeitsplatte erstellt werden, d.h. noch einmal alles detailliert nachgemessen werden. Welche Maße stimmen schon 1:1 millimetergenau wie geplant?! Dabei wurde auch die Frage gestellt, was mit dem „Verschnitt“ passieren solle. Unsere Antwort war: Wir wollten die „Reste“ gerne behalten, weil es so ein hübsches Material ist, welches wir möglicherweise irgendwann dekorativ einsetzen könnten. So weit so gut. Nur als dann bei Anlieferung der Tischplatte die Monteure ein 3 x 0,50 m großes Teilstück ablegten und fragten, wo wir das hinhaben wollen, musste ich passen. Dazu muss man wissen: Es hatte ein Eigengewicht von mind. 50 kg, und der momentan einzig mögliche Ablageort für derartige Dinge ist unser Spitzboden. Der Zugang zum Spitzboden ist durch die Leiter im Vergleich zur Treppe etwas erschwert. Da wir keinen weiteren Schaden an unserer Einrichtung mehr gebrauchen konnten, wurde entschieden, die Platte draußen im Terrassenbereich vor dem Haus hinzulegen. Dies war natürlich, auch nach Aufbocken auf Holzkeile sowie Verpacken in Luftpolsterfolie, keine Dauerlösung. Wir haben uns belesen: Der Stein soll weder feucht werden noch unter direkter Sonneneinstrahlung stehen. Auf die Frage, warum so ein großes Stück geliefert wurde, kam nur die Antwort: „Das hätte man vorher extra ansagen müssen.“ Wir fragen uns öfter, ob nicht auch mal irgendjemand außer uns mitdenkt.

Also musste dieses große Teil irgendwie zerkleinert werden, in mindestens drei Teile, um alles tragen zu können. Die Beschreibungen im Internet, wie man so etwas macht, schienen für mich selbst keine praktikable Lösung zu ergeben. Meine neue Stichsäge wäre mit dem Job überfordert gewesen, eine Flex hätte nur mit einer speziellen „Diamant-Scheibe“ einen Sinn, des Weiteren nur nass, und mit Schutzkleidung. Also: Warum gibt es denn Fachleute für alles?

Auf Nachfrage bei der Küchenfirma wurde uns jemand empfohlen. Die beiden kamen heute morgen vorbei, legten die Platte auf zwei Holzböcke und flexten los. Es war höllisch laut, und staubte reichlich. Anschließend brachten die beiden netten Herren die nun drei Teile auf unseren Spitzboden. Die Aktion kostete uns dann aber leider wieder mal ein paar Euro, die man sicher hätte sparen können. So sah es aus:

Zerteilen der Küchenplatte

Zerteilen der Küchenplatte

Mängel werden nach und nach abgearbeitet

Derjenige, der glaubt, dass zur Hausübergabe alles 100% fertig und einwandfrei ist, muss mittlerweile als naiv bezeichnet werden. Das Bauvorhaben eines Einfamilienhauses inklusive Außenanlagen ist so komplex, dass immer noch etwas fehlt oder nicht so wie gewünscht erstellt wurde. Ganz abgesehen von der geringfügen Anzahl von Dingen, die Hausbesitzern erst nach Fertigstellung bewusst werden, was an geschmacklichen Änderungswünschen oder plötzlichen Ideen liegt.

Heute konnte Sylvia aufgrund einer Erkältung die Firmen zu Hause persönlich empfangen, was ansonsten aufgrund unserer Berufstätigkeit manchmal schwierig wird. Heute und gestern erledigt wurden die folgenden Dinge:

  1. Hausbesichtigung durch Gutachter von der Bank. Dieses erfolgte nachträglich, ausgezahlt haben wir bereits die volle Summe bekommen.
  2. Küche fertig montiert. Es fehlten noch die Dunstabzugshaube mit der darüber angebrachten Esse, sowie die Oberschränke, die aufgrund der Anlieferung der Steintischplatte jetzt wieder angebracht werden konnten. Noch offen in der Küche ist die Spüle, die bei der Montage gebrochen ist.
  3. Tatsächlich waren heute mehrere Elektrofirmen am Haus:
    1. Die von der Nachbarbaustelle hat unsere SAT-Antenne professionell auf dem Dach angebracht und installiert.
    2. Die von unserer Hausbaufirma bestellte Elektrofirma hatte von uns eine Frist bis zum 28.02. zur Abarbeitung von ca. 9 Mangelpunkten bekommen. Nur blöd, wenn einem die Sanktionsmöglichkeiten fehlen. Gemeldet hat sich dann erst in dieser Woche jemand. Derjenige war nicht über die komplette Mängelliste informiert, konnte demzufolge auch nicht alles beheben und kommt morgen noch einmal. Bei dieser Firma gibt es offensichtlich gerade eine hohe Fluktuation, d.h. viele verlassen die Firma wegen Unzufriedenheit, das wiederum erzeugt neue Unzufriedenheit bei den Kunden, die nicht mehr korrekt abgearbeitet werden. Der Mitarbeiter schimpfte selbst über seine Firma. Aber immerhin schaltet unsere Hausnummer sich jetzt erst in der Dunkelheit an, und im Wohnzimmer sind die hinteren Surround-Lautsprecher jetzt über die Wanddosen angeschlossen.

Telefon und DSL in Sicht…

Heute war unser erster Arbeitstag. Beide fuhren wir mit der Bahn zur Arbeit, was dank des knapp 1 km entfernten Bahnhofs Brieselang recht gut funktionierte. Tagsüber erreichte mich dann eine Info von unserer Nachbarin: Bauarbeiter haben auf der öffentlichen Straße vor unserem Privatweg auf einer Länge von mehr als 100 Metern angefangen zu graben; es war die Firma zu erkennen und auch, dass es eine Telefonleitung war. Wir halten uns seit einiger Zeit über solche „Sichtungen“ auf dem Laufenden. Ich hatte ja „erst“ im Juni 2013 einen Telefonanschluss beauftragt. Vielleicht haben sich an diesem Ort die Wartezeiten auf einen Telefonanschluss in den letzten dreißig Jahren gar nicht geändert?! Nur heute gibt es wenigstens noch als Ausweichlösung Mobilfunk. Aber wenn alles gut läuft, werden wir vielleicht nach einem Jahr Wartezeit bis zum Sommer (2014!) einen Telefonanschluss und Internet haben.