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Wildbeobachtung

Nun wohnen wir schon am Wald, da kann ja eigentlich auch das Wild nicht weit sein… Wir hatten schon des Öfteren nachts Geräusche aus dem angrenzenden Wald gehört, und vermuteten vor allem Wildschweine oder Rehe, die da kurz hinter unserem Gartenzaun nach Futter suchen. Vermutet, weil sehen konnte man nie wirklich etwas.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon seit Längerem nach einer technischen Lösung dafür gesucht hätte, dass wir die Viecher für uns irgendwie sichtbar machen könnten. Am allerbesten würde mir dabei ein System der Live-Beobachtung gefallen, was wir im Haus (aus sicherer Entfernung *Anmerkung des Autors) am TV oder Computer anschauen könnten. Vielleicht gibt es da ja ein Produkt, und jemand hat eine Idee, ob es so etwas wie eine batteriebetriebene W-LAN-Kamera mit Nachtsicht gibt?

Aber bis zu einer besseren Live-Lösung ohne regelmäßiges Nachschauen auf der Speicherkarte bin ich in der letzten Woche erst einmal beim Aldi-Angebot einer Wildkamera schwach geworden. Diese ist mit Batterien ausgestattet und nimmt beim Annähern von Lebewesen wahlweise Fotos und/oder Video auf. Nach zwei „Testnächten“ am Wochenende wurde nichts aufgezeichnet. Als ich mir heute nach mehreren Tagen die Speicherkarte ansah wurden doch tatsächlich 11 Aufnahmen gemeldet. Das Highlight davon ist diese Aufnahme hier, welche sogar aus der letzten Nacht stammt:

Wildbeobachtung

Wildschwein

Das Bild zeigt ohne Zweifel ein Wildschwein, also ist dies ein erstes Beweisfoto unserer angrenzenden Wildnis! Ich muss an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass ich das abgebildete Tier nicht um seine Erlaubnis zum Fotografieren und zur Veröffentlichung hier gefragt habe. Juristisch bleibt der Fall spannend, siehe der Rechtsstreit beim Affen-Selfie hier und hier! Wobei das hier ja nicht wirklich ein Selfie ist, das „Opfer“ hat ja nicht selbst den Auslöser gedrückt, und es sollte nichts von der Aufnahme mitbekommen haben, da es ein Infrarotblitz ist, der nicht zu sehen ist.

„Doppelstabmatte“

Ich glaube wir können hier bald noch ein Glossar einfügen… Was man alles so beim Bauen lernt! Da wir beide frei hatten, haben wir nach dem vormittäglichen Besuch auf unserer jetzt „Baustelle“ den Tag genutzt, um uns auf Händlerausstellungen mit dem Thema Gartenzaun, Balkon- und Treppengeländer zu beschäftigen. Der Weg führte uns von Berlin nach Werder, Teltow und Blankenfelde-Mahlow, bis wir nachmittags dann wieder auf unserem Grundstück einkehrten.

Neben dem durchwachsenen Eindruck, den man bei den Händlern gewinnen konnte, wissen wir nun, dass der Klassiker unter den Zäunen aus mehreren sogenannten Doppelstabmatten besteht. Was das ist? Siehe Wikipedia („Zaun“):

„Bei einem Gittermattenzaun aus Stahldrähten unterscheidet man handelsüblich zwischen Einstabmatten und Doppelstabmatten. Bei Einstabmatten sind jeweils ein waagerechter und ein senkrechter Stahldraht, bei Doppelstabmatten jeweils zwei waagerechte und ein senkrechter Stahldraht miteinander verschweißt. Sowohl Draht- als auch Metallzäune sind heute in der Regel zum Schutz gegen Korrosion verzinkt, zunehmend zusätzlich auch farbig pulverbeschichtet.“ Das sind Matten, die ca. 2,50 m breit sind und in unserem Fall maximal 1 m hoch sein dürfen.

Da dieser Zaun die Farbe unseres Daches sowie der Fenster und Türen haben soll, soll er dunkelblau sein. Zäune können ganz schön teuer sein, um so erschreckender, wie Händler teilweise auftreten. Auch aus diesem Grund liegt unsere Priorität erst einmal auf dem Abzäunen zum Wald hin (Wildschweine!). Laut mehreren Händlern sei es dafür ausreichend, einen verstärkten Doppelstabmattenzaun mit Rasenkantensteinen im unteren Bereich zu haben. Ein Händler behauptete doch tatsächlich, er hätte von Wildschweinen gehört, die eine Zaunhöhe von 1,80 m überwunden hätten. Unsere Gedanken und Fantasien dazu behalten wir lieber für uns.